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Aus Tex Vienix wird Tian C. Dacre

Liebe Community, liebe Leserinnen und Leser,

im Zuge meiner Neuausrichtung, die ich in meinem letzten Beitrag bereits angerissen habe, ist nun eine weitere Grundsatzentscheidung gefallen. Eine, die äußerlich vielleicht wie eine reine Nuance wirkt, innerlich jedoch viel mehr bedeutet.

Ich trenne künftig den Autorennamen klarer vom Verlags- und Veröffentlichungsumfeld.

Tian C. Dacre

Daher wird aus

Tex Vienix    Tian C. Dacre

Die wichtigsten Infos vorweg

Bevor ich im Detail erkläre, warum ich diesen Schritt gehe, hier zunächst eine kurze Übersicht.

  • Ich veröffentliche künftige Bücher unter dem Autorennamen Tian C. Dacre.
  • Tex Vienix bleibt als früheres Pseudonym sichtbar, wird künftig aber nicht mehr als aktiver Autorenname verwendet.
  • Tex Vienix und Tian C. Dacre sind dieselbe Person.
  • Vienix bleibt bestehen, künftig jedoch klarer als Verlag, Imprint und Veröffentlichungsumfeld.
  • Die neue Struktur lautet: Tian C. Dacre = Autor, Vienix = Verlag / Imprint
  • Bereits erschienene Ausgaben unter dem Namen Tex Vienix bleiben Teil desselben Werks.
  • Künftige Veröffentlichungen, Neuauflagen und neue Ausgaben erscheinen unter Tian C. Dacre.

Für euch als Leserinnen und Leser ändert sich damit vor allem der Name auf dem Cover. Die Geschichten, Figuren und Welten bleiben bestehen.

Warum dieser Schritt notwendig wurde

Im letzten Beitrag habe ich bereits erklärt, warum ich meine bisherige Veröffentlichung neu ordne. Dort ging es vor allem um die Struktur von Eisarion, um die künftigen Cainan-Tagebücher und um die Frage, wie diese Geschichte für neue Leserinnen und Leser zugänglicher, klarer und ehrlicher präsentiert werden kann.

Vor allem aber ging es um meine Außenwirkung.

Zu diesen Gedanken kommt nun ein weiterer, sehr grundlegender hinzu – nämlich wie ich künftig auftreten möchte. Nicht nur mit einem einzelnen Buch oder einer Reihe. Sondern als Autor innerhalb eines langfristig gedachten Veröffentlichungsumfeldes.

Gehen wir hierfür ein Stück zurück. Genauer gesagt zur FBM 2025.

Auf dieser Messe, auf der mein Buch ausgestellt war und ich zum ersten Mal in größerem Rahmen als Autor auftrat, habe ich erstmals die Auswirkungen eines Aspekts gespürt, den ich bei der Wahl meines damaligen Pseudonyms nie wirklich bedacht hatte: Öffentlichkeit.

Dazu solltet ihr wissen, dass ich ursprünglich nie geplant hatte, mich selbst sichtbar zu machen. Meine Gedanken waren damals ganz andere Ich wollte still aus meinem kleinen Kämmerchen heraus Bücher schreiben, unter einem anderen Namen, ohne Gesicht und ohne größere persönliche Präsenz. Meine Romane sollten im Mittelpunkt stehen, nicht ich.

Dann veränderte sich vieles. Und leider komme ich auch in diesem Beitrag nicht darum herum, wieder über KI zu sprechen. Denn nicht zuletzt durch den heutigen Umgang mit ihr ist es für kunstschaffende Menschen wichtiger denn je geworden, sichtbar und erkennbar zu sein. Nicht als bloße Werbefläche, sondern als Mensch hinter dem Werk. Leserinnen und Leser wollen wissen, wer schreibt. Sie wollen spüren, dass dort jemand ist, der wirklich denkt, fühlt und zweifelt. Jemand mit Haltung und Handschrift, mit Herz und Seele.

Also zeigte ich nach und nach mehr von mir. Erst ein Gesicht. Dann eine Stimme. Ein Stück Persönlichkeit. Doch damals wusste ich noch nicht, wie schwierig es werden kann, ernsthaft in der Öffentlichkeit aufzutreten, wenn ein Name sich mehr wie eine fremde Kunstfigur anfühlt als wie ein Teil von einem selbst.

Denn genau das war Tex Vienix irgendwann für mich geworden.

Ein erschaffener Name. Ein Schutz. Eine Maske. Hinzu kam die Mütze, die eigentlich gar nicht zu mir passte, mich aber so gut tarnte, dass selbst mir nahestehende Menschen dreimal hinsehen mussten, um mich zu erkennen. Das alles hatte anfangs seinen Zweck. Gewiss, es gab mir Abstand und Sicherheit. Eine Art Grenze zwischen mir und der Welt. Aber Grenzen können nicht nur schützen. Sie können auch irgendwann zu eng werden.

Schließlich kam dieser Moment.

Das erste Händeschütteln. Der erste echte Auftritt. Die erste Begrüßung.

»Hallo, ich bin …«
Halt … Ich bin wer?

Und plötzlich blieb etwas in mir hängen.

Warum fühlt sich das so falsch an?

In diesem Augenblick bekam die Idee von Anonymität ihren ersten deutlichen Riss. Das Verstecken hinter einem Bildschirm, hinter einem erfundenen Namen, hinter einer Gestalt, die zwar von mir geschaffen war, aber doch nicht ganz zu mir passte. Ich wusste bereits damals, dass es so auf Dauer nicht funktionieren würde.

Trotzdem brauchte ich noch gut ein halbes Jahr, um die Erkenntnis reifen zu lassen. Vielleicht auch, um auf den richtigen Moment zu warten.

Warum gerade jetzt?

Diese Entscheidung kommt nicht zufällig. Und sie kommt nicht von heute auf morgen. Sie ist das Ergebnis einer Kette von Überlegungen, die schon lange in mir gearbeitet haben. Der Moment auf der Messe war nur der letzte, notwendige Anstoß. Der Pfeil, der die gespannte Sehne endlich löste.

Im Grunde reicht diese Entscheidung viel weiter zurück. Bis zu dem Tag, an dem ich beschlossen habe, meine Bücher selbst zu verlegen.

Damals habe ich mich nicht gerade für den einfachsten Weg entschieden. Ich habe mich dafür entschieden, meine Bücher selbst zu verlegen. Nicht, weil ich den klassischen Verlag grundsätzlich ablehne, sondern weil ich für dieses Projekt einen sehr eigenen Anspruch habe. Ich wollte bestimmen, wie diese Saga erscheint, wie sie gestaltet und präsentiert wird.

Mein Ziel war und ist es, mit Vienix ein Veröffentlichungsumfeld aufzubauen, das keinem professionellen Verlag in seinem Qualitätsanspruch nachstehen soll. Ein Ort, an dem Gestaltung, Inhalt, Sprache, Reihe, Kosmos und langfristige Planung zusammengehören. Nicht als lose Sammlung einzelner Bücher, sondern als tragfähiges Fundament.

Genau deshalb reicht ein rein persönliches Gefühl bei dieser Entscheidung nicht aus. Ja, Tex Vienix fühlte sich für mich zunehmend nicht mehr richtig an. Aber das wichtigere Argument liegt tiefer.

Die strukturellen Gründe

Klarheit
Autor, Verlag, Kosmos und Reihe werden sauber voneinander getrennt.
Wiedererkennbarkeit
Der Autorenname steht künftig eindeutig neben dem Veröffentlichungsumfeld.
Wachstum
Die Struktur kann spätere Bücher, Reihen und Projekte besser tragen.

Es geht um Klarheit. Um Wiedererkennbarkeit, Marktorientierung und darum, eine Struktur zu schaffen, die wachsen kann.

Denn Vienix soll langfristig mehr sein als nur ein Name auf einem Cover. Ein Autor kann nicht zugleich der Verlag sein. Ein Verlag ist keine Buchreihe. Eine Buchreihe ist nicht der ganze Kosmos. Und ein Kosmos braucht wiederum einen Rahmen, in dem er verständlich und zugänglich bleibt.

Deshalb braucht es eine feste Ordnung. Einen Autor unter einem Label – und beide müssen nötigenfalls auch unabhängig voneinander agieren können. Kurz gesagt: Label und Autor dürfen nicht denselben Namen tragen.

Diese Umstellung fällt nun genau in den richtigen Moment. Durch die Neuordnung der Cainan-Reihe entsteht ohnehin ein Übergang. Meine Bücher werden neu ausgerichtet, Strukturen neu benannt und Leserwege sauberer gelegt. Wenn es also einen Zeitpunkt gibt, um auch diese grundlegende Namensfrage zu klären, dann jetzt.

Später wäre dieser Schritt deutlich schwerer zu erklären. Nach mehreren veröffentlichten Büchern, nach noch mehr Einträgen, Ausgaben, Veranstaltungen und gewachsenen Erwartungen wäre eine solche Änderung zwar nicht unmöglich, aber wesentlich komplizierter.

Jetzt hingegen lässt sich dieser Übergang noch sauber vollziehen, da noch nicht zu viele Bände erschienen und Reihenstrukturen noch nicht über Jahre hinweg fest in den Köpfen verankert sind.

Nichtsdestotrotz bleibt die bisherige Veröffentlichung bestehen. Sie wird nicht entwertet oder versteckt. Sie gehört zur frühen Phase dieses Projekts. Zu mir und diesem Label. Zu diesem gewaltigen und wundervollen Kosmos, der noch so viel vor sich hat.

Was mit Tex Vienix passiert

Tex Vienix verschwindet nicht einfach.

Dieser Name bleibt Teil der Chronik. Er gehört zur Entstehungsgeschichte meiner Bücher. Unter diesem Namen ist der erste große Schritt nach außen erfolgt. Der Sohn des Feuers wurde darunter veröffentlicht und viele von euch haben mich als Tex Vienix kennengelernt.

Deshalb wird Tex Vienix auch nicht ausgelöscht oder nachträglich so behandelt, als hätte es diesen Namen nie gegeben. Er bleibt sichtbar als früheres Pseudonym, rückt aber künftig in den Hintergrund.

Auf neuen Veröffentlichungen steht also nicht mehr Tex Vienix, sondern Tian C. Dacre.

Wichtig für bestehende Ausgaben

Wer bereits Bücher unter Tex Vienix besitzt, besitzt keine »falsche« Ausgabe. Diese Bücher bleiben gültig. Sie bleiben Teil desselben Werks und derselben Geschichte.

Genau deshalb werde ich sie auch nicht einfach vom Markt nehmen, überkleben oder so behandeln, als müsste man sie verbergen.

Was mit Vienix passiert

Vienix bleibt. Nur wird seine Rolle künftig klarer definiert.

Vienix ist nicht mehr Teil meines Autorennamens, sondern steht als Verlag, Imprint und Veröffentlichungsumfeld über den Büchern. Es ist der Ort, an dem diese Geschichten erscheinen. Der Rahmen, in dem Aldafýra, die Cainan-Tagebücher, Eisarion und spätere Projekte wie meine Schicksalsweber-Reihe zusammenlaufen.

Die neue Ordnung kurz & knapp zusammengefasst:

Tian C. Dacre schreibt.
Vienix veröffentlicht.
Aldafýra umfasst den ersten Kosmos.
Die Cainan-Tagebücher führen in diese Welt hinein.
Eisarion bleibt als erste Sammelbandlinie bestehen.

Und später wird dieses Gefüge weiter wachsen. Nicht nur mit mir allein. Auch andere können eines Tages Teil davon werden, wenn es passt und sich richtig anfühlt.

Diese Umstrukturierung ist daher nicht bloß eine formale Entscheidung. Sie ist der erste Schritt hin zu einer professionelleren, langfristig tragfähigeren Struktur. Ein Fundament, auf dem mehr stehen kann als ein einzelnes Buch. Mehr als eine einzelne Reihe oder ein einzelner Name. Ich habe noch Großes vor.

Warum Tian C. Dacre?

Ist Tian C. Dacre nicht wieder ein Pseudonym? Hatte ich nicht gerade erklärt, dass ich mich hinter einem erfundenen Namen irgendwann nicht mehr wohlgefühlt habe?

Ja, der Einwand liegt nahe. Vielleicht wirkt diese Entscheidung auf den ersten Blick auch widersprüchlich. Aber der Schein trügt. Lasst es mich erklären:

Ein Autorenname darf nicht beliebig sein. Er muss zu den Büchern passen, die er trägt. Zu ihrer Tonalität, zu ihrer Schwere und ihrer Dunkelheit. Zu dem, was sie langfristig erzählen wollen. Gleichzeitig muss er genug von mir selbst in sich tragen, damit ich mit ihm auftreten kann, ohne mich jedes Mal innerlich von mir selbst zu entfernen.

Dieser neue Name liegt viel näher an meinem echten Namen. Ganz offen gesagt habe ich auch überlegt, künftig einfach unter diesem „echten“ Namen aufzutreten. Am Ende habe ich mich jedoch dagegen entschieden. Nicht, weil es mir weiterhin um Anonymität ginge. Sondern weil mein Name für den literarischen Rahmen meiner Bücher einfach nicht stimmig genug ist. Er ist zu schlicht, zu alltäglich und an anderer Stelle bereits zu stark besetzt. Er trägt für mich nicht die Klangfarbe, die zu meinen Büchern passt.

Ich wollte aber auch keinen Namen, der wie eine Figur aus meinen Romanen klingt. Keinen Namen, der zu sehr nach Maske, Kunstgriff oder reinem Genre-Etikett wirkt. Der Name sollte eigenständig sein, aber nicht überladen. International lesbar, aber nicht austauschbar. Dunkel genug für meine Fantasy, aber nicht künstlich mythisiert.

Er sollte existieren.

Tian C. Dacre ist für mich dieser Schritt. Dieser Name ist klar vom Verlag getrennt. Er steht eigenständig neben Vienix. Und er steht für das, was meine Geschichten ausmacht: düstere, charaktergetriebene Fantasy über Schuld, Identität und Außenseitertum, durchzogen von philosophischer Schwere. Die Folgen von Entscheidungen, die nicht einfach verschwinden.

Aussprache

Gesprochen wird der Name offiziell so:

Ti-AN /siː/ Dey-ker

Mir ist bewusst, dass es bei einem solchen Namen unterschiedliche spontane Aussprachen geben kann. Das ist nicht schlimm und stört mich auch nicht. Offiziell werde ich ihn jedoch in dieser Form führen.

Zusammenfassung

Was sich für Leserinnen und Leser ändert

Im Grunde ändert sich für euch vor allem eines:

Der Name auf dem Cover.

Natürlich werden Autorenseiten, Social-Media-Profile, Newsletter, Shoptexte und Buchdaten nach und nach auf Tian C. Dacre ausgerichtet. Das gehört zu einer solchen Umstellung dazu. An manchen Stellen wird der alte Name noch eine Weile auftauchen, an anderen früher verschwinden. Dieser Übergang wird nicht an einem einzigen Tag abgeschlossen sein.

Was mit bereits erschienenen Ausgaben geschieht

Bereits gedruckte Ausgaben von Der Sohn des Feuers mit dem Namen Tex Vienix bleiben gültige Ausgaben. Sie werden nicht nachträglich entwertet, nicht aus dem Shop genommen und nicht als Fehler behandelt. Im Gegenteil.

Ich finde, sie haben ihren eigenen Platz und ihren eigenen Reiz. Wer eines dieser Bücher besitzt, besitzt damit ein ganz besonderes Stück. Eine Ausgabe, die es in dieser Form nicht wieder geben wird. Denn alle künftigen Ausgaben werden unter Tian C. Dacre erscheinen.

Was das konkret bedeutet

Sobald die aktuelle Tex-Vienix-Ausgabe ausverkauft ist, wird es diese Fassung nicht noch einmal geben. Inhaltlich bleibt das Werk natürlich bestehen. Aber diese konkrete Ausgabe, mit diesem Namen, gehört dann zur frühen Chronik von Vienix.

Die neue Ordnung im Überblick

Die künftig sichtbare Struktur lässt sich so zusammenfassen:

Bereich Name Einordnung
Autor Tian C. Dacre Das ist der Name, unter dem ich künftig veröffentliche.
Früheres Pseudonym Tex Vienix Dieser Name bleibt als frühere Veröffentlichungsidentität sichtbar.
Verlag / Imprint Vienix Vienix bleibt das Veröffentlichungsumfeld und der Verlag hinter meinen Büchern.
Kosmos Aldafýra Aldafýra ist der Kosmos, in dem ein Großteil meiner Geschichten wurzeln.
Reihe Die Cainan-Tagebücher Die Cainan-Tagebücher bilden den zentralen Einstieg in diese Saga.
Sammelbandlinie Eisarion Eisarion bleibt als gebündelter Sammelband-Einstieg bestehen.

Zum Schluss

Ich danke euch allen, die ihr mich auf diesem Weg begleitet.

Allen, die Der Sohn des Feuers bereits gelesen haben. Allen, die eines der frühen Exemplare besitzen. Allen, die meine Beiträge verfolgen, meine Umstrukturierung mittragen, Fragen stellen, warten, hoffen, mitdenken und dieser Welt, mir und meinem Schaffen eine Chance geben.

Eine solche Veränderung ist für mich keinesfalls klein. Auch ich zweifle und bin nicht bei jeder Entscheidung sicher, selbst wenn sie gut fundiert ist und sich richtig anfühlt.

Tex Vienix war der Anfang.

Unter Tian C. Dacre geht dieser Weg nun weiter.

In diesem Sinne
Gehabt euch wohl, Wanderer von Valagur
Tian C. Dacre
ehemals Tex Vienix

Eisarion wird neu geordnet
Was sich ändert und warum

Liebe Community, liebe Leserinnen und Leser,

hinter den Kulissen hat sich einiges getan. Heute möchte ich euch erzählen, warum ich meine bisherige Veröffentlichung neu denke, was mich zu dieser Entscheidung gebracht hat und wie es mit Eisarion nun weitergeht.

Vorweg: Worum es überhaupt geht

Bevor ich im Detail erkläre, warum ich die Veröffentlichung von »Eisarion« neu ordne, möchte ich kurz einräumen, was sich überhaupt ändert: Aus dem bisherigen Auftakt wird künftig zusätzlich eine Taschenbuchreihe unter der neuen Dachmarke »Die unmöglichen Tagebücher von Cainan Pengrayven« hervorgehen.

Wichtig ist dabei: »Der Sohn des Feuers« und die kommenden »Cainan-Tagebücher« stehen nicht für eine bessere und eine schlechtere Version derselben Geschichte. Sie stehen für zwei unterschiedliche Leseformen.

Der Sammelband »Der Sohn des Feuers« bleibt weiterhin die klare, gebündelte Gesamtfassung des ersten Abschnitts und ist ein eigenständiger Roman mit schlüssigem Ende. Inhaltlich umfasst er die ersten beiden Tagebücher. Wer später in der Taschenbuchreihe weiterlesen möchte, kann danach direkt mit Band 3 anschließen.

Die »Cainan-Tagebücher« erzählen dieselbe Geschichte in handlicheren Einzelbänden, näher an Cainan, zugänglicher im Format und klarer auf die Struktur der Reihe ausgerichtet. Unter diesem Namen wird die Geschichte künftig als fortlaufende Taschenbuchreihe erscheinen. »Eisarion« bleibt die Sammelband-Reihe, in der die »Cainan-Tagebücher« gebündelt erscheinen.

Es geht also nicht darum, eine bisherige Ausgabe zu ersetzen oder abzuwerten. Es geht darum, »Eisarion« künftig in zwei gleichwertigen Formen zugänglich zu machen: als gebündelten Romanband und als fortlaufende Tagebuchreihe. Warum ich diesen Schritt gehe, was sich konkret ändert und wie die neue Ordnung genau aussieht, erkläre ich im Folgenden.

Ein kurzer Blick zurück

Um einen Bogen zu schlagen, muss ich zunächst ein wenig ausholen und euch einen kleinen Exkurs durch meine eigene Chronologie zumuten:

Als ich um die Jahrzehntewende, also 2019 und 2020, begann, meine erste große Saga zu schreiben, und recht bald auch mein erstes Buch fertiggestellt hatte, wusste ich noch nicht, wohin mich dieser Weg einmal führen würde. Ich war einfach ein Kerl, der nach der Arbeit an seinen Geschichten saß, weil er Freude daran hatte. Ich dachte nicht an Veröffentlichungen. Ich fragte mich nicht, ob das je jemand lesen würde. Mein Plan war denkbar schlicht: Schreib erst einmal alles fertig. Und danach, auch wenn es zehn Jahre dauert, kannst du dich immer noch nach einem Verlag umsehen. Von den Möglichkeiten des Selfpublishings und all den Wegen, die der moderne Buchmarkt inzwischen bereithält, wusste ich damals noch so gut wie nichts.

Das änderte sich 2023. In diesem Jahr hörte ich zum ersten Mal davon, dass man sein eigenes Buch drucken und selbst veröffentlichen kann. Genauer gesagt stieß ich auf Print on Demand. Noch am selben Tag, an dem ich davon Wind bekam, bestellte ich mein erstes großes Werk als gedrucktes Buch. Als ich es wenige Tage später in den Händen hielt, hatte ich mich entschieden – ich würde keinen Verlag brauchen. Ich wollte es selbst herausbringen.

Ich würde keinen Verlag brauchen. Ich wollte es selbst herausbringen.

An meinem eigentlichen Grundplan änderte das zunächst nichts. Noch immer wollte ich die Reihe in Ruhe fertig schreiben und mir erst danach Gedanken über eine Veröffentlichung machen. Doch nun war eine Tür geöffnet und ich begann, mich fast täglich mit dem Markt und seinen Möglichkeiten zu beschäftigen. Ernüchternd war kurz darauf allerdings, dass ich in dieser Zeit auch zum ersten Mal ernsthaft mit dem Thema Künstliche Intelligenz in Berührung kam. Überall stieß ich auf reißerische Stimmen, die behaupteten, KI könne ganze Bücher schreiben und werde das Autorendasein schon bald verdrängen.

Das setzte mir mehr zu, mehr als ich es damals vielleicht wahrhaben wollte.

Gerade erst hatte ich für mich beschlossen, dass ich Autor sein wollte. Dass ich mit dem Schreiben nicht nur leben, sondern eines Tages auch meinen Lebensunterhalt verdienen wollte. Und nun stand plötzlich dieser Gedanke im Raum, dass genau dieses Schaffen von einer Maschine ersetzt werden könnte. Also traf ich einen Entschluss. Ich musste veröffentlichen. Am besten gestern. Ich musste einen Fuß in diese Welt bekommen, ehe es zu spät wäre. Ich glaubte damals schlicht, dass ein Mensch vielleicht nicht mehr herausstechen könne, wenn er nicht schon vorher sichtbar geworden war.

Mein Standpunkt zu KI

Falls ihr’s noch nicht wusstet: Ich hasse KI. Meinen ausführlichen Standpunkt dazu habe ich schon vor einiger Zeit niedergeschrieben. Wer nachlesen möchte, warum ich darüber so denke, kann das hier tun: https://www.vienix.de/ki/.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich vier von fünf Büchern meiner großen Saga fertig. Es fehlte im Grunde nur noch das Finale. Vielleicht noch ein Jahr Arbeit, dachte ich damals, dann könnte ich mich in Ruhe um die Veröffentlichung kümmern. Aber dieser Plan zerbrach, weil ich stattdessen eine schnelle Veröffentlichung priorisierte. Wobei ›schnell‹ natürlich ein relatives Wort ist. Schließlich hatte ich Qualitätsansprüche, die ich mir von niemandem nehmen lassen wollte. Ein ordentliches Lektorat. Ein sauberes Korrektorat. Ein Designer-Cover. Ein Buch, hinter dem ich stehen kann. Gleichzeitig musste ich mich durch Bürokratie, Organisation und all die Hürden arbeiten, die zu einer Veröffentlichung dazugehören. So fraß sich neben Zeit, Kraft und Nerven auch ein stattliches Loch in meinen Geldbeutel. Dafür hätte ich mir ein Auto kaufen können. Aber nun ja. Dies hier ist meine Leidenschaft. Andere fliegen sechs Wochen in die Sonne und bezahlen für verbrannte Haut. Ich bezahlte eben dafür, dass ich neben meinem Dreizehn-Stunden-Job noch einen zweiten in Vollzeit ausführen darf. So hat jeder eben seine Prioritäten.

Der Kern meiner Bücher war nie das Problem. Mein eigentlicher Fehler lag in der Außenwirkung.

Warum ich nun alles neu ordne

Damit der eingangs geschlagene Bogen nicht zu weit ausschwingt, ziehen wir ihn nun enger.

Worauf ich hinauswill, ist im Grunde sehr einfach. Der Kern meiner Bücher war nie das Problem. Sie waren zur Veröffentlichung längst niedergeschrieben. Inhaltlich und qualitativ war stets klar, wofür meine Saga stehen soll. Rückblickend lag die eigentliche Schwachstelle – gemessen an meinen eigenen Ansprüchen – weniger in dem Buch selbst als in seiner Außenwirkung, getrieben durch meine zu schnelle Veröffentlichung. Im Marketing. In der Erwartungshaltung, die ich geschürt habe. Genau das schlägt sich am Ende auch in einzelnen kritischen Stimmen nieder, ohne dass diese ein negatives Gesamtbild zeichnen. Im Gegenteil. Die Resonanz bleibt für mich grundsätzlich sehr positiv. Gerade darin zeigt sich, dass Sprache, Atmosphäre und Ton durchaus wahrgenommen und geschätzt wurden. Als Beispiel die Einleitung einer solchen kritischen Rezension: »Der Autor hat einen wunderbaren Stil, er vermag mit herrlichen Beschreibungen und Wortgewandtheit zu überzeugen …« Die eigentlichen Einwände betreffen eher Nuancen und die Erwartungshaltung, die durch meine damalige Außenwirkung entstanden ist. Doch im Grunde schwingt selbst in solchen Kommentaren stets Anerkennung mit. Zugleich wird darin aber auch deutlich, dass manche Leser inhaltlich etwas anderes erwartet hatten.

Genau da lag mein Versäumnis.

Ich habe zu stark den großen epischen Rahmen betont und zu wenig das, worum es in dieser Saga im Innersten tatsächlich geht. Meine Außendarstellung klang zu sehr nach klassischer High Fantasy, nach dem vertrauten Versprechen einer Welt aus Magie und Abenteuer. Allerdings trifft dies das Herz meiner Geschichte nur unzureichend. Eisarion – und damit auch die künftigen »Cainan-Tagebücher« – ist keine heile Fluchtwelt und keine Reihe, die allein vom großen Spektakel lebt. Im Zentrum steht nicht der makellose Held, sondern Cainan Pengrayven, ein beschädigter, suchender Mann. Ein Außenseiter. Einer mit Erinnerungslücken, mit Narben und mit einer Last, die er selbst kaum begreift. Es geht um Identität, um Schuld, um Stigmatisierung und um Entscheidungen, deren Folgen lange nachhallen. Es geht um moralische Grauzonen, um innere wie äußere Kämpfe und um eine Welt, die selbst ihre Risse trägt. Ja, diese Saga besitzt einen großen, mythischen Rahmen. Ja, sie ist episch angelegt, mit Magie, Göttern, Machtkonflikten und allem, was große Fantasy ausmacht. Und ja, sie steht in der Tradition von Werken wie »Das Lied von Eis und Feuer«, »Das Rad der Zeit« oder »Der Herr der Ringe«. Aber ihr Herz schlägt nicht im bloßen Donner der Ereignisse, sondern in dem, was sie mit ihren Figuren tun.

Ihr Herz schlägt nicht im bloßen Donner der Ereignisse, sondern in dem, was sie mit ihren Figuren tun.

Genau diese Punkte habe ich in meiner bisherigen Kommunikation zu oft nur gestreift, obwohl sie das eigentliche Zentrum meiner Bücher bilden.

Deshalb habe ich nun meine Lehren daraus gezogen und im ersten Schritt meine gesamte Website umgebaut. Sie soll neuen Lesern nun sehr viel klarer zeigen, was sie hier tatsächlich erwartet. Nicht einfach nur ›epische Fantasy‹, sondern eine fortlaufende, charaktergetriebene Saga. Eine Geschichte über verlorene Erinnerung und Identität. Über Außenseitertum, Konsequenzen und die unnachgiebigen Schatten eigener Entscheidungen. Über eine Welt, die nicht als Fluchtort gedacht ist, sondern als Bühne für Figuren mit Brüchen und Nachhall. Kurz gesagt: Ich möchte, dass meine Außendarstellung endlich ehrlich und präzise den Kern meiner Bücher spiegelt.

Der zweite große Kritikpunkt betrifft die Dicke des Buches. Natürlich gibt es Leser, die umfangreiche Romane lieben. Ich selbst gehöre dazu. Für viele andere jedoch ist ein sehr dicker Band inzwischen keine Verheißung mehr, sondern eine Hürde. Er wirkt schwer, abschreckend und nicht zuletzt teuer. Wie viele Hebel ich dafür auch in Bewegung setzen musste, um das Buch überhaupt zu diesem Preis anbieten zu können, bleibt am Ende zweitrangig. Denn letztlich geht es nicht um Dicke oder Umfang, sondern um die Preisschwelle an sich. Es musste also kleiner werden. Zugänglicher. Preiswerter.

Darüber hinaus spielen auch weitere praktische und wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle, etwa Herstellung, Vertrieb und die langfristige Planbarkeit der Reihe. Darauf gehe ich aber in einem späteren Beitrag noch gesondert ein.

Was sich konkret ändert

Hier schließt sich der Bogen. Mein Resümee all dieser Überlegungen:

Was bisher als große Eisarion-Reihe gedacht und aufgebaut war, ordne ich nun neu. Künftig bilden »Die unmöglichen Tagebücher von Cainan Pengrayven« die neue Dachmarke. Unter ihr wird die Geschichte zunächst in handlicheren Einzelbänden als Taschenbücher erscheinen – natürlich neu aufgearbeitet und stilistisch überarbeitet. Jedoch verschwinden die größeren Sammelbände damit nicht. Sie werden weiterhin kommen, nun aber etwas später.

Wichtig ist mir an dieser Stelle vor allem eines: Am inhaltlichen Kern der Geschichte ändert sich nichts. Ich erzähle keine andere Handlung oder biege die Reihe in eine neue Richtung. Was sich verändert, ist die Form, in der ich sie euch zugänglich mache. Ich übernehme die bestehenden Bücher also nicht einfach blind, sondern arbeite sie in Stil, Aufbereitung und Layout sorgfältig nach. Die Geschichte bleibt dieselbe, aber ihre Gestalt wird stimmiger und näher an dem, wie ich sie von Anfang an präsentieren wollte. Wer also große, schwere Bücher liebt, wird weiterhin zu den späteren Sammelbänden greifen können. Sie bleiben als literarischere Gesamtfassung erhalten, während die Taschenbücher die Geschichte unmittelbarer und näher an Cainan heranrücken.

Die neue Aufteilung im Überblick

Insgesamt besteht die neue Einzelbandreihe aus neun Büchern. Acht Manuskripte liegen bereits vor. Band 1 und 2 sind vollständig abgeschlossen. Band 3 bis 5 befinden sich derzeit im Lektorat. Band 6 bis 8 sind ebenfalls geschrieben und folgen danach ins Lektorat. Der neunte und abschließende Band ist in großen Teilen geschrieben, nur der Schluss muss noch ausgearbeitet werden.

Zyklus 1: Eisarion

Einzelbände (Cainan-Tagebücher) Sammelbände (Eisarion)
Band 1 – Als ich im Feuer erwachte
Band 2 – Das Lied, das mich rief Band 1 – Der Sohn des Feuers
Band 3 – Im Schatten verloren Band 2 – Die Erwählte des Schattens
Band 4 – Die Wahrheit meiner Legende Band 3 – Der Erbe des Lichts
Band 5 – Im Licht gebunden

Zyklus 2: Eternis

Einzelbände (Cainan-Tagebücher) Sammelbände (Eternis)
Band 6 – Dem Untergang verschrieben
Band 7 – Verlassen und verrufen Band 1 – Die Chroniken von Auroria
Band 8 – Als die Welt zerbrach Band 2 – Das Vermächtnis von Nymthara
Band 9 – Am Ende der Ewigkeit

Zugleich möchte ich aber auch offen kommunizieren, dass sich die gesamte Umsetzung noch in einem vergleichsweise frühen Stadium befindet. Es können sich also bis zur finalen Veröffentlichung noch Dinge verschieben oder verändern. Wirklich verbindlich wird es erst dann, wenn die Bücher auch tatsächlich gedruckt sind.

Wie es weitergeht

Mein derzeitiger Plan sieht vor, die Bände 1 bis 5 in relativ kurzem Abstand zueinander zu veröffentlichen, eben weil sie gemeinsam den ersten Zyklus bilden. Mir ist wichtig, euch hier kein zerrissenes Warten zuzumuten, sondern ein zusammenhängendes Leseerlebnis.

Damit das möglich wird, müssen Band 3 bis 5 zunächst vollständig durchs Lektorat. Nach aktuellem Stand dürfte dieser Schritt ungefähr im August abgeschlossen sein. Danach folgen Buchsatz, Layout und alles, was zur finalen Herstellung dazugehört. Außerdem habe ich mir diesmal vorgenommen, ein Veröffentlichungsdatum wirklich erst dann bekannt zu geben, wenn das gesamte Umfeld ebenfalls steht. Wenn die Bücher gedruckt sind. Wenn sie in meinem Lager liegen. Wenn nicht nur die Geschichte bereit ist, sondern auch alles andere, was zu einer sauberen Veröffentlichung gehört.

Geplant ist zudem, dass die Reihe zum Start – neben meinem eigenen Shop – unter anderem über Amazon und tolino verfügbar sein wird. Nur als kleine Randnotiz.

Nach heutigem Stand peile ich einen Start im Frühjahr 2027 mit Band 1 an.

Damit die Wartezeit bis dahin nicht nur abstrakt bleibt, habe ich als kleinen Bonus hier schon einmal das vorläufige Cover von Band 1 für euch. Das sollte den Weg bis dahin schon ein wenig greifbarer machen 😊

Cover von Band 1

Weitere Einblicke, Klappentexte und alles Weitere zeige ich euch in einem der nächsten Beiträge. Auch das neue Vorwort innerhalb des Buches werde ich euch bald präsentieren. Bleibt also am Ball und abonniert unten meine Autorenpost, damit ihr nichts verpasst.

In diesem Sinne
Gehabt euch wohl, Wanderer von Valagur
Euer Tex Vienix